Was ist Fracking?

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture "aufbrechen", "aufreißen"; auch "Fracking", "Hydrofracking", "Fraccing", "Frac'ing" oder "Frac Jobs" genannt) ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit ("Fracfluid", dt. Plural "Fracfluide") in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.

EU-weite Anti-Fracking-Bewegung17.12.2014

Pressemitteilung vom 17. Dezember 2014

EU-weite Anti-Fracking-Bewegung: Vereint hinter der Korbacher Resolution und solidarisch mit Deutschlands Initiativen

Pressemitteilung vom 17. Dez. 2014

EU-weite Anti-Fracking-Bewegung:
Vereint hinter der Korbacher Resolution und solidarisch mit Deutschlands Initiativen

 

Am 02. Dezember 2014 sandten 90 deutsche Initiativen und Verbände (darunter die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) ein Appell-Schreiben für ein konsequentes Fracking-Verbot an das Bundeskabinett, den Bundestag und die Umweltminister.

Nun haben 130 Gruppen aus ganz Europa ebenfalls einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Gabriel und Umweltministerin Hendriks gesandt. Die Unterzeichner bekennen sich zur Korbacher Resolution als den gemeinsamen Forderungskatalog und betonen gleichzeitig die immens wichtige globale Vorbildrolle Deutschlands bei der Umsetzung der Energiewende.

Geert de Cock von Food & Water Europe, der den offenen Brief im Namen der Unterzeichner versandt hat, betont, dass die Bundesregierung nach drei Jahren der Konsultation eher dabei ist einen "stabilen Rechtsrahmen" für Fracking zu schaffen, anstatt ein konsequentes Fracking-Verbot zu beschließen.

Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, dass - falls dem vorgesehenen Rechtsrahmen zugestimmt wird - Fracking in Sandstein (Tight-Gas) möglich sein wird. Darüber hinaus würden Fracking-Forschungsvorhaben in Schiefer- und Kohleflöz-Lagerstätten und auch kommerzielle Vorhaben, deren Unbedenklichkeit von einer Expertenkommission bescheinigt wurde, ebenfalls möglich sein.

Hinzu käme noch das Problem der natürlichen giftigen Abwässer, die auch in der konventionellen Erdöl-/Erdgasförderung aus dem Untergrund mit an die Oberfläche geholt werden. Dieses Lagerstättenwasser ist extrem salzhaltig, teilweise radioaktiv und angereichert mit Quecksilber oder Kohlenwasserstoffen, wie dem Benzol. Es wird zum Beispiel per Lkw und Pipelines zu ehemaligen Erdöl- und Erdgaslagerstätten transportiert und dort wieder in die Erde gepresst.

Sehr bedenklich finden die überwiegend aus Frankreich, Rumänien und Großbritannien stammenden Unterzeichner, dass in Deutschland das Verpressen dieser giftigen und extrem salzigen Lagerstättenwässer weiterhin erlaubt bleiben soll.

Abschließend werden die politisch Verantwortlichen in Deutschland aufgefordert ihre Stimme zu gebrauchen, um klar zu machen, dass der Schutz des Wassers, der Umwelt, der Gesundheit und des Klimas sowie eine dezentrale, lokale Umsetzung der Energiepolitik Vorrang vor den Interessen privater Unternehmen haben.

Was ist Fracking?

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture "aufbrechen", "aufreißen"; auch "Fracking", "Hydrofracking", "Fraccing", "Frac'ing" oder "Frac Jobs" genannt) ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit ("Fracfluid", dt. Plural "Fracfluide") in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.