Was ist Fracking?

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture "aufbrechen", "aufreißen"; auch "Fracking", "Hydrofracking", "Fraccing", "Frac'ing" oder "Frac Jobs" genannt) ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit ("Fracfluid", dt. Plural "Fracfluide") in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.

Fracking: Fraktion die Grünen/EFA im EU-Parlament unterzeichnet Korbacher Resolution10.09.2014

Pressemitteilung

Am Dienstagabend, 09. September 2014, stimmte die Fraktion "die Grünen/EFA" im EU-Parlament für die Mitzeichnung der Korbacher Resolution als Unterstützer. Dieser erfreuliche Schritt sollte auch als Beispiel dienen für den Bundesverband der Grünen in Deutschland.

 

Der Forderungskatalog, der mittlerweile die EU-weite Anti-Fracking-Bewegung eint, wird nunmehr - zusammen mit den Erstzeichnern - von mehr als 250 NGOs, Bürgerinitiativen, politischen Organisationen und Kommunen unterstützt.

 

Sie alle fordern

 

- ein ausnahmsloses Frackingverbot (ob mit oder ohne Chemikalien),

- ein Import- und Handelsverbot von "gefrackten" fossilen Energieträgern,

- ein Verbot der Verpressung des Abwasserrückflusses sowie Lagerstättenwassers

- eine Novellierung des Bergrechtes mit der Fokussierung auf den höchsten Umweltschutz und den Beteiligungsrechten der Öffentlichkeit sowie

- ein konsequentes Umsetzen der Energiewende, d.h. Abkehr von fossilen Brennstoffen, Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz.

 

Mit großer Freude hat das Anti-Fracking-Bündnis Nordhessen die Mitteilung aus Brüssel vernommen und verweist darauf, dass diese gute Nachricht exakt zum richtigen Zeitpunkt kommt.

 

Schließlich würde gerade in Deutschland der Versuch unternommen, Fracking im Sandstein in den sogenannten "Tight-Gas-Lagerstätten" salonfähig" zu machen.

 

Zur Aussage, dass solche Vorhaben seit den 1960er Jahren in Deutschland durchgeführt werden und schon heute keine Gefahr für die Gesundheit und das Trinkwasser hervorrufen dürfen, verweist das Anti-Fracking-Bündnis auf die Studie des Umweltbundesamtes1 und die NRW-Studie2 aus 2012.

 

In beiden Studien wird dokumentiert, dass die Industrie bis heute keine vollständigen Daten geliefert hat und es kein Monitoring zur dauerhaften Dichtheit von Bohrlöchern gab. Die Wissenschaftler mussten mit einer Datengrundlage von lediglich ca. 25 % der ca. 300 bisher in Deutschland durchgeführten Frack-Maßnahmen arbeiten. Die NRW-Studie stellt sogar fest, dass auch Stoffe eingesetzt wurden, bei denen eine verlässliche Bewertung ihres Verhaltens und ihrer Wirkungen in der Umwelt nicht oder nur eingeschränkt möglich war.

Darüber hinaus könne Deutschland eine geradezu beispiellose Sammlung an Schadensfällen in der Erdöl- und Erdgasindustrie alleine in den letzten 10 Jahren aufweisen3. Hierunter seien viele Leckage-Fälle, die zur Kontamination von landwirtschaftlichen Flächen und Fließgewässern geführt haben sowie auch durch Bohrtätigkeiten ausgelöste Erdbeben4.

 

Das Anti-Fracking-Bündnis Nordhessen verweist auch darauf, dass die aktuelle Bundesregierung anstrebt, Fracking unterhalb von 3000 Metern zu erlauben. Dies - so die Aktivisten - würde einer soliden Grundlage entbehren und hätte in Nordhessen, wo der Antragsteller den Zielhorizont in ca. 3000 Metern angegeben hatte, zu keinerlei Besserung sondern eher stärkeren Problematisierung in der Auseinandersetzung geführt.

 

Das Anti-Fracking-Bündnis Nordhessen verweist auch darauf, dass die aktuelle Bundesregierung anstrebt, Fracking unterhalb von 3000 Metern zu erlauben. Dies - so die Aktivisten - würde einer soliden Grundlage entbehren und hätte in Nordhessen, wo der Antragsteller den Zielhorizont in ca. 3000 Metern angegeben hatte, zu keinerlei Besserung sondern eher stärkeren Problematisierung in der Auseinandersetzung geführt.

Was ist Fracking?

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture "aufbrechen", "aufreißen"; auch "Fracking", "Hydrofracking", "Fraccing", "Frac'ing" oder "Frac Jobs" genannt) ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit ("Fracfluid", dt. Plural "Fracfluide") in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch zur Vorbereitung der Nutzung von Geothermie angewendet.